Bei Leverkusen handelt es sich um eine kreisfreie Stadt im Süden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt befindet sich nordöstlich von Köln. In Leverkusen wohnen fast 164.000 Menschen. Bundesweit und weltweit bekannt ist die Stadt durch den dort ansässigen großen und weltweit agierenden Bayer-Konzern sowie durch den Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Die Gründung der Stadt erfolgte im Jahr 1930 durch das Zusammengehen der Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel oder Rheindorf mit der Stadt Wiesdorf.
Der Stadtname stammt von dem Apotheker sowie dem Chemieunternehmer Carl Leverkus ab. Leverkus hat Mitte des 19. Jahrhunderts bei Wiesdorf am Rhein sein Chemieunternehmen gegründet und die Siedlung, wo seine Arbeiterschaft gewohnt haben , erhielt den Namen Leverkusen. Im Jahr 1930 ist dann dieser Name auf die neue gegründete Stadt übernommen worden.
Die Stadt Leverkusen befindet sich am rechten Rheinufer des Niederrheins. im Westen ist die natürliche Stadtgrenze der Rhein. Die Stadt Köln ist ungefähr 10 Kilometer in südlicher Richtung davon entfernt. Nördlich der Stadt liegt die Stadt Monheim am Rhein sowie die Stadt Langenfeld. Die östlichen Stadtgebiete erstrecken sich bis hin zu den Ausläufern des Bergischen Landes.
Nachdem Mitte es 19. Jahrhunderts die Eisenbahn gebaut worden ist, ist auch die wirtschaftliche Bedeutung des Hitdorfer Rhein-Hafens gesunken. Dieser Hafen wurde erstmals im Jahr 1356 im Mittelalter erwähnt. Heutzutage ist daraus für die Leverkusener Bevölkerung ein beliebtes Ausflugsziel am Rhein und ein Freizeithafen mit Segel- und Motoryachten ist dort vorhanden. In den 1970er Jahren des letzten Jahrhunderts konnte der Hitdorfer Rheinhafen gegen die anderen Transportmittel, wie die Bahn oder die Lastwagen. nicht mehr konkurrieren. Deshalb ist im Jahr 1975 aus dem Hitdorfer Hafen ein Sporthafen mit 2 Yacht-Clubs entstanden.
Der Chempark in Leverkusen betreibt einen der größeren Häfen, die es im Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt. Der Jahresumschlag beträgt hier mehr als 2 Millionen Tonnen. Mit dieser Umschlagsmenge liegt er weit über den von Bonn (ungefähr 840.000 Tonnen) und Dormagen (ungefähr 570.000 Tonnen). Dabei werden teilweise auch defekte Paletten umgeschlagen. Der Hafen-Betrieb läuft hier rund um die Uhr, weil die zu bestückenden Chemieanlagen ebenfalls keinen Feierabend kennen. Die Schiffe bringen hier zu jeder Nacht- und Tageszeit Nachschub für die Produktion von Salz, Erze oder Flüssiggüter und weiteren Produkten.
Ungefähr 1600 Schiffe im Jahr mit Schütt- und Flüssiggut legen im Chempark-Hafen an oder fahren von dort aus ab. Dabei werden hier in erster Linie Rohstoffe angeliefert. Im Jahr kommen dann noch ungefähr 600 Schiffe für den Containertransport dazu. In südlicher Richtung in Richtung Köln erfolgt die Ent- und die Beladung von Flüssigkeiten. Danach folgen das Container-Terminal und die Verladungsvorrichtungen für Schüttgut. Im nördlichen Bereich befinden sich noch zusätzlich 2 Bereiche für Flüssigkeiten. Die gesamte Hafenlänge beträgt ungefähr 1,6 Kilometer. Dort können Schiffe bis zu einer Länge von 135 Meter anlegen. Im Chempark von Leverkusen ist eine Vielzahl von namhaften Unternehmen angesiedelt. Dazu gehören zum Beispiel die Babcok Industrie & Power GmbH, die Baumann Logistik GmbH & Co.KG, die Bayer AG, die Bertsch AG oder die BUCHEN Umwelt Service GmbH, um hier nur einige aufzuführen.
