Die historische Altstadt von Moers im Landkreis Wesel ist sehenswert. Das Preußen-Denkmal, welches sich auf dem Altmarkt befindet, sorgt für Aufmerksamkeit. Am 22. März 1860 wurde das Denkmal, zur Erinnerung an die 150 Jahre dauernde Zugehörigkeit zu Preußen, den Bürgern enthüllt. 1608 bis 1609 wurde die Aumühle, auch bekannt als „Obere Wassermühle“ erbaut, eines der ältesten Bauwerke überhaupt. Die Mühle war ein Teil der groß angelegten Schleusenanlage, welche für die Wasserzufuhr zum Stadtgraben notwendig war. Der normalerweise trockene Graben konnte bei Bedarf unter Wasser gesetzt werden und galt als wirkungsvoller Schutz gegen Feinde, beispielsweise war die Vorrichtung optimal im Dreißigjährigen Krieg. Die Mühle wurde außerdem als „Zwangsmühle“ bezeichnet, denn die Bauern mussten ihr Korn dort mahlen lassen, statt dass sie diese Aufgabe selbst oder bei einem anderen Mühlenbesitzer durchführten. Der Graf warf ein Auge auf die Steuern und Einnahmen der Mühle. Seit Dezember 2011 ist die Mühle restauriert und den Besuchen zugänglich. Aktuell finden sinnigerweise in der Mühle Brot-Backkurse statt. In bestimmten Zeitabständen im Sommer und Herbst werden die Steinbacköfen in Betrieb genommen. Das Wasserrad ist ebenfalls aktiv, zur Freude der Gäste.
Die große, ca. 100 Meter hohe, ins Auge fallende Grubenlampe, ein Montankunstwerk, steht auf der Halde Rheinpreußen und zieht das Interesse der Besucher auf sich. Es erinnert an die Wichtigkeit der Stadt in puncto Bergbau. Ca. 50 Millionen Tonnen Kohle wurden in den Jahren 1904 bis 1962 in der Zeche Rheinpreußen gefördert. Die Fördermaschine ist heute noch zu besichtigen, immerhin war dieses technische „Kunstwerk“ 84 Jahre im Einsatz, und zwar von 1906 bis 1990. Moers ist geprägt vom Bergbau. Die Kolonie Meerbeck in Moers war eine typische Bergarbeiter-Siedlung, in der ca. 10.000 Menschen lebten. Die Siedlung wurde zerstört und originalgetreu wieder aufgebaut. Das Schloss und das darin befindliche Grafschafter Museum sind erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten, die ebenso zum Stadtbild gehören.
Großbaustellen zeugen von der erweiterten Infrastruktur. Energie- und Wasserleitungen sind zu ersetzen. Die maroden Kanäle zur Ableitung von Schmutz- und Regenwasser werden erneuert. Ca. 2 ½ km Straßennetz sind sanierungsbedürftig. Die Modernisierung der Parkplätze ist ein weiteres Projekt, welches ebenfalls zur Eile drängt.
Moers ist jedoch nicht nur im Bereich Tourismus interessant, sondern ebenso in puncto Industrie und Logistik. Aufgrund der günstigen geografischen Lage wird Moers auch als die „Drehscheibe am Niederrhein“ bezeichnet. Die Chinesen haben die Wichtigkeit im Bereich Logistik erkannt. Sie nutzen Moers als Zentrale in Europa. Moers zeichnet sich aus durch zwei Industriehäfen. Die geografische Lage von Moers ist optimal, nördlich befindet sich die Rheinschiene, im Westen das Ruhrgebiet. Der ideale Anschluss an das Straßennetz sollte nicht unerwähnt bleiben. Einige hervorragende Lösungen im Bereich Logistik: Die Autobahnen A 40, die Ost-West-Achse zwischen Dortmund und Venlo, sowie die A 57 Köln – Nimwegen überschneiden sich im Kreuz Moers. Die Verbindung des Gleisnetzes mit dem Rheinhafen Orsoy und der Stadt Rheinberg ist ein wichtiger Eckpunkt. Der Rheinhafen ermöglicht den Warentransport im Wasserstraßennetz. Der wichtige Duisburger Hafen, bekannt als der größte Binnenhafen weltweit, ist lediglich 14 km entfernt.
Früher war der Haupterwerbszweig der Bergbau, in der heutigen Zeit überwiegen Handel und Dienstleistungen. Speditionen und Logistik-Unternehmen sind in Moers stark vertreten. Duisburg, das europäische Zentrum im Bereich Stahlindustrie, befindet sich in der Nähe von Moers. Defekte Paletten können problemlos ausgetauscht werden. Palettenankauf Moers bietet Europapaletten, Flachpaletten, Einwegpaletten und Gitterboxen an. Moers ist in puncto Logistik durchaus zu berücksichtigen.
